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                              Bahnhof Nordstemmen um 1860


Der Bahnhof Nordstemmen wurde 1853/54 erbaut.
Es handelt sich hierbei um ein Gebäude im Rundbogenstil. Verbaut wurde sichtbarer gelber und roter Ziegel, Sandstein, Holz und gusseiserne Säulen Die Grundfläche beträgt 65 x 16 m. Der umbaute Raum beläuft sich auf 12000 m³.

 

                              
                               Grundriss 1853
 

Die Bauweise des Bahnhofes zählt zum Stil der Historismus, obwohl Anzeichen zum Übergang zur Neugotik erkennbar sind. Im Norden und Süden stehen zwei annähernd quadratische Eckpavillons, die durch einen eingeschossigen Mittelbau verbunden sind. An den Fronten findet man hohe Blendgiebel, die turmartig über den Dachgiebel hinausragen, die Schaufassade.
Im Erdgeschoss dominieren Rundbögen, im Obergeschoß Segmentbögen.

Weiterhin befinden sich eine Vielzahl an liebevollen, kleinen Details am Gebäude

   
     
   
     
   

 

Die Architekten waren Conrad Wilhelm Hase(1818-1902) und Julius Rasch(1830-1887. Gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Adolph Funk, wurden eine Vielzahl an Bahnhöfen, wie Elze, Göttingen, Leer, Papenburg, Sarstedt und Nordstemmen, geplant und ausgeführt.

 

Hase 1898


Hase erhielt 1857 den Auftrag die königliche Marienburg im mittelalterlichen Stil zu entwerfen. 1858-1864 wurde der Bau ausgeführt.

Der Bahnhof Nordstemmen wurde als Trennungsbahnhof konzipiert. Diese Bahnhofsform, die man noch 1861 als optimale Form bezeichnete, bedeutete eine Insellage. Der Vorteil lag dabei, dass das „Rangieren“ von Reisegepäck, Reisenden, sowie Eilgut, zwischen den verschiedenen Zügen, vor sich gehen konnte, ohne die Gleise überqueren zu müssen. Nordstemmen war der Abzweigpunkt zweier Strecken: Göttingen - Hannover - Bremen und Göttingen - Hildesheim - Lehrte - Celle - Uelzen - Lüneburg - Harburg.

1860 wurde das Nordstemmer Bahnhofsgebäude erstmals umgebaut. König Georg V. bekam 3 königliche Zimmer, da die Marienburg zum Lebensmittelpunkt der königlichen Familie gehörte. Diese Räumlichkeiten wurden in der ehemaligen Post- und Packkammer eingerichtet. (Siehe Plan oben, blaue Markierung)
Ebenfall 1860 wurde das Nordstemmer Empfangsgebäude in der Zeitschrift des Architekten- und Ingenieursvereins mit den königlichen Räumen veröffentlicht. Aus diesem Grund wurde häufig angenommen, dass es erst im Jahr 1860 fertig gestellt wurde.

1865/66 wurden die gusseisernen Stützen der Längsseiten entfernt, da sie sich als unpraktisch erwiesen.
Nach Aussagen einiger Nordstemmer Bürger sind die Säulen an den Längsseiten allerdings erst nach 1945 entfernt worden. An den Stirnseiten stehen sie bis heute.   

 

   
                                                      Wartesaal


1866 erklärt Preußen dem Königreich Hannover den Krieg; König Georg V. und der Kronprinz fliehen ins Exil. Im Jahr 1867 tritt auch Königin Marie vom Nordstemmer Bahnhof ihre Reise nach Wien an.

Zum Ende des 19. Jhd. konnte aus Sicherheitsgründen wegen des anwachsenden Verkehrs eine Überquerung der Gleise nicht mehr verantwortet werden. Deswegen wurde nördlich des Gebäudes ein Tunnel gebaut(an der Stelle, wo heute der neue Tunnel steht). 

Ab hier verlaufen sich die konkreten Datierungen. Fest steht, dass noch einige bauliche Veränderungen bis zum heutigen Datum getätigt wurden.
Über den Ort hinaus bekannt war die Bahnhofsrestauration, die von Heinrich Voß, später von August Theodor Osten, bewirtschaftet wurde.   

Als man die Klassenunterscheidung in Bahnhofsgebäuden aufhob(vermutlich Mitte 20. Jhd), wurde der Wartesaal 1. und 2. Klasse zur Gaststätte umgebaut. Es entstanden zusätzlich zwei neue Eingänge an den Seiten, die einen Durchgang bildeten, von dem aus man die Gaststätte, sowie die neu entstandenen Toilettenräume erschloss. Es wurde eine Stahlbetondecke eingezogen, um die Höhe des Raumes auszunutzen.
Mit diesen baulichen Maßnahmen wurde die einstige Struktur des Wartesaales zerstört   

   
                              Grundriss ca. 1950

Es wurden im Laufe der Zeit weitere bauliche Veränderungen vorgenommen:
- die Eingänge, jeweils in der Mitte der Kopfbauten auf der östlichen Längsseite wurden zu Fenstern umgebaut.
- kleinere Umbauten wurden im Innern des Gebäudes vorgenommen, neue Wände, Durchbrüche...
- aus den königlichen Räumen wurde u. a. der Fahrkartenschalter.
- im Obergeschoß des Nordkopfes wurden aus einzelnen Kammern, Wohnungen.  
- die Schornsteine wurden verändert
- die alte Tunnelanlage wurde durch einen Zugang vom südlichen Ende her ersetzt

Die häufigen Umbauten und Renovierungen lassen vermuten, dass das Bahnhofsgebäude bis in die 70er Jahre ein Zentrum des öffentlichen Geschehens war.

1975 schließt die Gaststätte.

1977 verlegt die Deutsche Bundesbahn ihre Büroräume, technische Dienststelle und Bahnmeisterei nach Elze.
Somit wird das Gebäude nicht mehr benötigt und 1986 für Fahrgäste geschlossen. Die Bahn will das Gebäude verkaufen.

Bis 1990 werden die Räume noch ab und an genutzt. Zuletzt im Zuge der Planungen für die ICE-Neubaustrecke Hannover- Würzburg.

Von da an, steht der Entschluss der DB, das Gebäude abzureißen. Der erste Abrissantrag wird in den 90er Jahren gestellt. Das Gebäude verfällt zusehens.
Die Fenster und Türen wurden mit Spanplatten verschlossen, um Vandalismus vorzubeugen. Damit ist das Gebäude "geschlossen" und Feuchtigkeiten können nicht entweichen.

2000 müssen die Schornsteine aufgrund Einsturzgefahr und damit Gefährdung der Fahrgäste, abgetragen werden.

Im Juli 2001 legen Jugendliche einen Brand. Die Löscharbeiten bedeuten einen großen Wassereintrag ins Gebäude, außerdem sind Teile der Dachkonstruktion zerstört.

2002 und 2003 wurde das Gebäude in statischer Hinsicht untersucht. Dabei wurde starker Hausschwammbefall festgestellt, fast das gesamte Gebäude ist betroffen. Die vorher verschlossenen Fenster wurden mit Gittern versehen, alle einsturzgefährdeten Decken abgestützt, das Dach ausgebessert.

2004 wurden die Abrisskosten kalkuliert. Sie beziffern sich auf über 600.000 Euro, errechnet von einem hannoverschen Architekturbüro.

Im Juli 2005 begannen die Bauarbeiten zur neuen Park- and Ride-Anlage vor dem Bahnhofsgebäude, wobei eine neue Unterführung entstand, an der gleichen Stelle des ersten Tunnels.  

2006 wird die P+P Anlage fertig gestellt und eröffnet. Über 8 Millionen Euro wurden aufgewendet.
Leider konnte man das Empfangsgebäude nicht in die Planung mit einbeziehen.

Ende 2006 regt Herr Pagels vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege an, die Abrisskosten, vom ihm genannte "Sowiesokosten", in den Erhalt und damit die Sanierung des Gebäudes zu investieren. Das Denkmalamt wäre unter diesen Umständen ebenfalls bereit, eine sechstellige Summe zur Verfügung zu stellen.

2007 konstituiert sich der Kultur- und Heimatverein Nordstemmen und kämpft seitdem für die Erhaltung und Sanierung des historischen Empfangsgebäudes.

Im Mai 2007 erklärt die DBAG in einem Gespräch mit mehreren Beteiligten, dass die Abrisskosten, angeblich nur mit ca. 230.000 Euro zu Buche schlagen würden. Des weiteren erläutert sie, dass diese Abrisskosten auf keinen Fall in eine Erhaltung investiert werden könnten. Die DBAG macht deutlich, dass man auch über eine zweite Lösung nachdenken sollte, den Rückbau, wie sie engelszungenfreundlich formuliert.
Gemeint ist damit, der Abriss!!!
Die DBAG möchte die Dinge nicht ewig weiterdiskutieren und ein  Ergebnis erzielen. Hierfür schlägt sie vor, im Oktober 2007 erneut zusammenzukommen und Konkretes zu beschließen. Alle Beteiligten sind sich einig, dass für die Rettung des Gebäudes ein nachhaltiges Nutzungskonzept von großem Vorteil wäre.

Der Kultur- und Heimatverein hat ein nachhaltiges Nutzungskonzept erarbeitet und stellt es am 4.10.2007 erstmals der Öffentlichkeit vor.Auf den vereinbarten Termin zum 2. runden Tisch wartet man vergeblich.

Am 9.6.2008 findet auf Initiative des MdB Bernhard Brinkmann der 2. runde Tisch mit 8-monatiger Verspätung statt.
Konkrete Ergebnisse werden nicht erzielt. Jedoch werden einige bemerkenswerte Behauptungen von der DBAG angeführt:

1. Es wird erklärt, dass der 2. runde Tisch nicht hat stattfinden können, weil kein Nutzungskonzept vorgelegen hätte.
Dies war jedoch niemals vereinbart worden. Ferner hätte die DBAG ja nachfragen können, da das Nutzungskonzept bereits seit 4.10.07 vorlag(siehe oben).
2. Die Abrisskosten werden nach wie vor auf ca. 230.000,-- beziffert, obwohl eine Kostenschätzung nach DIN 276 vorliegt, worin die Summe mit knapp 600.000,-- Euro, netto, berechnet wurde.
Diese Berechnung wurde vom hannoverschen Architekturbüro Kleine erstellt. Auftraggeber war die DBAG selbst. Ziel dieser Aktion war die Unwirtschaftlichkeit darzustellen, um eine Abrissgenehmigung zu bekommen.
3. Die DBAG behauptet, dass sich die Fahrgastzahl auf ca. 700 Fahrgäste täglich beschränkt, obwohl die Landesnahverkehrsgesellschaft die Anzahl mit 1070 beziffert(letzte Fahrgasterhebung 2006).
Bei den in den letzten Jahren enorm gestiegenen Benzinpreisen darf man bestimmt annehmen, dass sich die Fahrgastzahlen eher erhöht haben und nicht vermindert. Das bestätigt auch Herr Mehdorn bei der Vorlage der Halbjahreszahlen 2008. Demnach lösten ca. 30 Millionen Menschen mehr ein Ticket, als im Vorjahreszeitraum.

Vorschlag seitens der Politik ist es, sich im Juli 2008 zu einem 3. runden Tisch zu verabreden. Doch auch dieser Termin kommt wieder nicht zustande und wir warten erneut.................

Am 23.9.08 veröffentlicht der Bundestagsabgeordnete Eckart von Klaeden, dass 300.000.-- Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes für die Rettung des Nordstemmer Bahnhofes bereit gestellt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Brinkmann bestätigt den Termin des 3. runden Tisches am  24.11.08.

Am  24.11.08 findet der 3. runde Tisch statt.
- Das Ingenieurbüro Götz & Ilsemann liefert aktuelle, verlässliche Zahlen zur Renovierung. Demnach wäre mit einem    Kostenvolumen von ca. 2.000.000,-- Euro zu rechnen. Dafür  wäre das Gebäude wieder in einem stabilen Zustand, mit neuem Dach, Fenstern und Türen, alle hausschwammbefallenen Holzteile entfernt, das Mauerwerk restauriert.
- Das Landesamt für Denkmalpflege appelliert, das Gebäude zu erhalten und stellt weitere Mittel in Aussicht. Zuschüsse von Stiftungen wären zu erwarten, sofern eine Trägergesellschaft gegründet würde, die Eigentümerin des Bahnhofes würde.
Von einigen Politikern, Wirtschaftsverband und Bürgermeister werden Bedenken geäußert, die Investitionssumme, sowie jährliche Unterhaltsleistungen zu erwirtschaften.
Der Gemeinderat von Nordstemmen will eine Resolution zum Erhalt des Bahnhofes verfassen.
Seitens der DBAG kann man keine aktive Unterstützung in Richtung Erhalt erkennen.

Man verständigt sich darauf, Ende Januar 2009, erneut zusammen zu kommen.

Am 4.12.08 wird der Ratsbeschluss zum Erhalt des Bahnhofes einstimmig verabschiedet.

 Am 2.2.09 findet der 4. runde Tisch statt:

-   Die Resolution des Gemeinderates an die DBAG zeigt anscheinend Wirkung. Herr Kessler von der DB bestätigt, dieses Jahr noch Gelder für ausstehende Reparaturen bereitstellen zu wollen.

-   Dr. Kellmann von der Denkmalbehörde erläutert in einer Auflistung, wie verschiedene finanzielle Mittel akquiriert werden könnten. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1,35 Millionen Euro, verteilt auf die nächsten 3 Jahre. Weitere potentielle Zuwendungsgeber wie VGH-Stiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung etc. sind dabei noch nicht berücksichtigt.

-      Herr Götz schlägt vor, nachdem verlässliche Kosten für die Sanierung erstellt wurden, Geld in die Hand zu nehmen, um den Nachweis der wirtschaftlichen Nutzung zu erbringen. Die Erstellung eines verbindlichen Konzeptes würde 40 – 50.000,-- Euro kosten.

-      Der Bürgermeister empfiehlt diese Analyse durchzuführen und stellt eine mögliche Beteiligung durch die Gemeinde in Aussicht. Dies müsste aber vorab mit den politischen Gremien geklärt werden.

-      Man verständigt sich darauf, die Summe für die Analyse bis 15.5.09 zusammenbringen zu wollen.

Im Oktober 2009 vergibt die Gemeinde einen Auftrag zur Markterkundung für das Bahnhofsgebäude an die CIMA Projekt- und Entwicklungs GmbH, Lübeck.

Am 1.3.10 findet der 5. runde Tisch statt:

-     Die Firma CIMA stellt ihre Markterkundung vor. Leider fördert der Vortrag keine fundamentalen, neuen Erkenntnisse hervor. Im Gegenteil, eigentlich sind nur sämtliche Konzepte und Ergebnisse, die bereits bekannt sind, in einer Art Referat zusammengefaßt. Kostenpunkt dafür, ca. 15.000,-- Euro brutto.

-     Dieses Referat bringt weder die Befürworter, noch die Kritiker weiter. Es taucht die Frage wieder auf, welche finanziellen Mittel überhaupt zur Verfügung stünden, um ggf. eine Sanierung voranzutreiben. Herr Brinkmann macht den Vorschlag, zusammen mit Hr. von Klaeden, Frau Pothmer, der DB als Gebäudeeigentümer und der Denkmalpflege in den nächsten 4 Wochen, ein Gespräch bei Kulturstaatsminister Naumann zu führen, wo abgeklärt wird, ob die finanziellen Mittel, die Hr. Dr. Kellmann schon beim 4. runden Tisch vorgelegt hat, Bestand haben. Hr. Dr. Kellmann ergänzt, daß bei diesem Gespräch auch das Land dabei sein sollte.
 

Am 16.8.10 wird seitens der Gemeinde zum abschließenden 6. „runden Tisch“ eingeladen. Beim letzten Treffen gab es zwar keine Vereinbarung nur noch ein Gespräch zu führen, aber dadurch wurde bereits deutlich, welche Richtung nun eingeschlagen werden sollHr. Götz wurde erst garnicht eingeladen!

-     Hr. Dr. Kellmann weist drauf hin, dass es erst einmal um den 1. Bauabschnitt(Gebäudesicherung) geht. Er erläutert, dass 400.000,-- Euro BKM-Mittel, 100.000,-- Euro vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur, sowie 100.000,-- Euro Welterbemittel eingesetzt werden könnten. Hr. Dr. Kellmann erläutert weiterhin, dass für diesen 1. Bauabschnitt im Moment nur die DBAG, als Eigentümer, in Betracht käme.
(d. h. es wären 600.000,-- Euro verfügbar. Die verlässliche Kostenschätzung vom Ingenieurbüro Götz & Illsemann für den 1. Bauabschnitt beläuft sich auf Euro 580.000,--. Daraus folgt, dass eine Rohbausanierung(1. Bauabschnitt) finanziell gesichert wäre!)

-     Hr. Brinkmann sagt, dass angeblich die BKM-Mittel nicht von der DBAG abgerufen werden, da das Denkmal im Bundeseisenbahnvermögen steht und eine Finanzierung aus Denkmalschutzmittel haushaltsgesetzlich unzulässig sei.

-     Das Denkmalamt, die Gemeinde, der Landkreis scheiden als Träger ebenfalls aus. Es wird die Frage aufgeworfen, ob nicht der Heimat- und Kulturverein Träger werde könnte.

-     Alle Beteiligten warnen vor einer Trägerschaft durch den Kultur- und Heimatverein.

Man verständigt sich darauf, dass wer die Trägerschaft übernehmen möchte, dies bis zum 30.9.10 Bürgermeister Bothmann mitteilen möchte.
Falls sich bis dahin niemand findet, würde die DBAG den Rückbau betreiben.

Am 22.9.10 bittet der Heimat- und Kulturverein, sowie das Denkmalamt, die Gemeinde um Fristverlängerung, da noch nicht alle Informationen und Ergebnisse zur Verfügung stehen.
Bürgermeister Bothmann antwortet in einem Schreiben:
„………..Die Gemeinde hat also bezüglich des Bahnofsgebäudes keine Funktion und auch keinerlei Zuständigkeit. Ich möchte Sie daher bitten, künftige Schreiben direkt an den Eigentümer, also DB Station & Service………….“

Seit November 2010 gehen mehrere Schreiben an das Eisenbahnbundesamt, DB Services Immobilien GmbH, sowie DB Station & Service AG mit der Bitte um eindeutige Klärung der folgenden Fragen:

  1. Kann der Bahnhof Nordstemmen erworben werden?
    (Zuwegung nicht eindeutig geklärt, Grenzen zum Gleiskörper ausreichend?)
  1. Wurde bereits eine Entbehrlichkeitsprüfung durchgeführt?
    (laut Eisenbahnbundesamt zwingend notwendig.)
  1. Welche konkreten Verpflichtungen muss der neue Eigentümer befolgen?

Leider bleiben bis heute alle Fragen unbeantwortet.
Die DB Service & Station erklärt in einem Schreiben vom 26.1.11, dass die DBAG den Abbruch des Gebäudes betreibt
Nach unseren Recherchen liegen aber bis heute, bei keiner Behörde, Abrißanträge vor.

2012 interessiert sich ein Investor für das Emfangsgebäude. Es stellt eine erste Konzeption vor.

Im Oktober 2012 beginnt ein vielversprechendes Projekt in Zusammenarbeit mit der Quass gGmbH, dem Jobcenter Hildesheim, der Handwerkskammer Hildesheim, der NBank, sowie der Gemeinde Nordstemmen. 25 Arbeitslose beginnen mit Aufräumarbeiten und ersten Restaurierungsmaßnahmen.

Im März 2013 kommt es zu einem ersten Baustopp, da der Gestattungsvertrag auslief und die DBAG nicht rechtzeitig prolongierte. Der Kultur- und Heimatverein veranstaltet am 8.3.13 ein Bürgerforum mit allen Beteiligten, um auf das Problem hinzuweisen.

Am 10.6.13 werden die Arbeiten fortgesetzt.

Am 30.8.13 werden sämtliche Arbeiten eingestellt, alle Arbeitslose werden vor Abschluss der Ausbildung nach Hause geschickt. Die DBAG hatte zu diesem Zeitpunkt die Eigentumsübertragung zugesagt, aber nicht eingehalten. Dadurch konnten durch den Investor keine Aufträge an Fachfirmen vergeben werden, die notwendig gewesen wären, um die Qualifikanten weiter zu beschäftigen, so dass auch die Quass das Projekt gezwungenermaßen aufgeben musste.

Am 31.8.14. genau ein Jahr nach Beendigung der Arbeiten am Bahnhofsgebäude, weißt der Kultur- und Heimatverein mit einer Sandskulpturaktion auf dem alljährlichen Jahrmarkt erneut auf die Missstände am Bahnhof hin. Eine Petition wurde im Deutschen Bundestag eingereicht.